Forschungsprojekte mit der Hochschule Fulda

BUSLAR

Von 2014 bis 2017 waren wir beteiligt am Forschungsprojekt „BUSLAR“; das ist die Abkürzung für den offiziellen Projekttitel „Bürgerhilfevereine und Sozialgenossenschaften als Partner der öffentlichen Daseinsvorsorge und Pflege. Modellentwicklung zur ergänzenden Hilfeleistung für ältere Menschen im ländlichen Raum.“ Als Praxispartner der Hochschule Fulda haben wir uns der Herausforderung gestellt, unsere eigene Handlungspraxis zu reflektieren und mit der wissenschaftlichen Begleitung durch die Hochschule Fulda weiter zu entwickeln. Hierbei hat sich für uns herausgestellt, dass bedingt durch den demographischen Wandel in unserer ländlichen Region Tann (Rhön) zunehmend mehr ältere Menschen mit verminderten familiären Kontakten und damit mit verminderten sozialen Kontaktmöglichkeiten leben und auch zukünftig leben werden. Parallel zu dieser Entwicklung haben wir beobachten können, dass der Einzelhandel deutlich rückläufig ist, womit auch hier Möglichkeiten des sozialen Kontaktes mit Mitmenschen des unmittelbaren und mittelbaren Wohnumfeldes durch beispielsweise Gespräche beim Bäcker, Metzger oder dem kleinen Einzelhandelsladen für den täglichen Haushaltsbedarf wegfallen. Öffentliche oder halböffentliche Begegnungsräume fallen immer weitergehend weg, was insbesondere für Ältere, in ihrer Mobilität eingeschränktere Menschen, ein zunehmendes Risiko der Vereinsamung bedeutet. Wie uns die Rückmeldungen der Bedürfnisanalyse des BUSLAR-Projektes gezeigt haben, gibt es aber einen deutlichen Bedarf älterer Menschen, sich auszutauschen, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

DIWAN

Aufgrund der positiven Erfahrungen im BUSLAR-Forschungsprojekt haben wir uns entschieden, für ein weiteres Projekt mit der Hochschule Fulda zur Verfügung zu stehen. Seit 2018 sind wir beteiligt am Projekt „DIWAN“, was konkret heißt „DIalogprozesse und WANderausstellung für ein gelingendes Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“. Einfach ausgedrückt geht es darum, das gelingende Zusammenleben zwischen Alteingesessenen und Zugewanderten zu organisieren und zu gestalten. Um Teilhabe am Gemeinwesen als Bedingung von Lebensqualität zu sichern, sind gemeinschaftliche und wechselseitige Dialoge und Lernprozesse über Demokratie, Gleichberechtigung, Diversität etc. in den Kommunen zu organisieren, so ist es in dem Projektantrag als Ausgangslage beschrieben. Da uns das Thema Partizipation und Integration zur Verbesserung von Lebensqualität wichtig ist, sind wir bereit, uns auf einen Lernprozess im Projekt mit der Hochschule und anderen Kooperationspartnern einzulassen und sind gespannt, was sich hieraus für uns und Tann (Rhön) entwickelt.